Workshop 8: Recht und Straߟenkampf – Versuche der Rüˆckeroberung des öffentlichen Raumes

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Wann?

Workshop-Phase 1 (Samstag, 16. November 2013, ab 15:00 Uhr)

Was?

Der öffentliche Raum ist strukturiert durch eine Vielzahl von Normen, Institutionen und sozialen Praktiken, in denen sich bestehende Herrschaftsverhältnisse widerspiegeln. In ihm können nur wenige Gruppen ihre Interessen wirksam durchsetzen. Der Kampf um die Straße als öffentlichen Raum macht vor Shoppingmalls, Bahnhöfen, Flughäfen, Stadt- und Ländergrenzen nicht halt. Das Recht, sich an einem bestimmten Ort aufzuhalten, zu leben, zu arbeiten, eine Aktion zu machen, muss mensch sich nehmen. Dies geschieht aus unterschiedlich prekären Situationen heraus, Menschen exponieren sich in verschiedenem Maße und gehen dementsprechend andere Risiken ein.

In unserem Workshop geht es um den Umgang mit öffentlichem Raum als Aktionsraum und um den Einfluss, den die (Vor-)Strukturierung desselben auf unsere Proteste und Aktionsformen hat. Was kann und soll auf der Straße passieren und wodurch wird definiert, was auf der Straße möglich ist? Wie können vielfältige Nutzungsinteressen ausgeglichen werden, so dass ein Freiheitsraum für viele verschiedene Menschen entsteht? Wie und wodurch wandelt sich das juristische Verständnis von öffentlichem Raum? Inwieweit lassen sich kollektive Rechtsbrüche als politische Aktionsformen gerichtlich verhandeln, ohne deren politischen Gehalt zu relativieren? Gemeinsam wollen wir diskutieren, welche Strategien es gibt, die Straße oder andere Orte des öffentlichen Raums (zurück-) zu erobern oder zu verteidigen. Dabei sollen vor allem auch feministische und antirassistische Perspektiven zu Worte kommen.

Der Workshop wird in englischer und deutscher Sprache angeboten.

Law and street fights: attempts to reclaim the public space

Public space is structured by a great number of legal norms, institutions and social practices. The existing constellations of power are reflected in it. Only few groups can effectively achieve results that meet their demands. The struggle for right to the street as a public place doesn’t stop in front of shopping malls, train stations, airports, city and country borders. The right to stay at a certain place, to work, to live, to make an action etc. must be reclaimed by individuals. In this respect people act on the basis of different, precarious situations thus differing in the extent to which they are willing to expose themselves and take certain risks.

In our workshop we want to discuss the public space as a space for activism and how existing structures and norms are of significance. What can and what should happen on the street? How can we define what is possible on the street? How can different interests be considered and combined in order to create a free space for as many people as possible? How and in what way is the juridicial understanding of public space changing? How can collective offenses against the law be discussed

in court without playing down its political content? How can we reclaim and defend our right to the street and other places of the public space? We want to put a special emphasis on feminist and anti-racist perspectives.

The workshop will be in English and German.

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