Kritische Orientierungswochen

Die Kritischen Orientierungswochen sind eine von linken Studierenden organisierte Veranstaltungsreihe, die sich zum Ziel gesetzt hat, den Raum Universität von links zu (re)politisieren. Gleichzeitig richtet sie sich an jüngere Semester und will diesen den Einstieg ins Studi-Leben erleichtern, sowie die Möglichkeit eröffnen, an der Uni politisch aktiv zu werden. Unserer Einschätzung nach bricht sich spätestens seit der Bologna-Reform eine rasende Ökonomisierung der Universitäten Bahn. Schon der Bachelor in Regelstudienzeit (das Bafög-Amt sitzt uns im Nacken) wird zur Zumutung und der noch humanistisch anklingende Begriff der Bildung wird schleichend durch den der Ausbildung ersetzt: Die Universität als Zurichtungsmaschinerie für den Arbeitsmarkt.

Weil wir aber glauben, dass Bildung, Wissen, Muße und all die schönen Dinge, für die hier keine Zeit zu sein scheint, unerlässlich sind für das Vermögen, die Verhältnisse in denen wir leben kritisch zu hinterfragen, nehmen wir die Sache selbst in die Hand! Wir glauben des Weiteren auch, dass all die Schweinereien nicht im luftleeren Raum stattfinden und alleiniges theoretisieren zu wenig ist. Daher verweisen unsere Veranstaltungen auch auf außeruniversitäre Kontexte und Kämpfe. Von der Gentrifizierung in Berlin bis zu den neuen Polizeiaufgabengesetzen versuchen wir ein breites Spektrum an Themen abzudecken.

Veranstaltet werden die Kritischen Orientierungswochen von den huuls (humboldt universität undogmatische linke studierende), RIA und dem akj (arbeitskreis kritischer jurist*innen) an der HU Berlin. Das sind linke Gruppen an der HU, die versuchen, den tristen Universitätsalltag ein wenig erträglicher zu machen. Die Veranstaltungen sollen auch die Möglichkeit eröffnen uns kennenzulernen und im Idealfall bei uns mitzumachen.

5th October